Vereinsheim 2013 b

Aktivitäten im Juli 2017

Vereinsheim 2013 b

Eröffnung Fledermausstollen der Grube Tannenwald

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Vor einigen Jahren wurde anlässlich einer heimatkundlichen Wanderung zur Zeppenfelder Waldwirtschaft von den Vorsitzenden der Waldgenossenschaft Süd und des Heimatvereins die Idee geboren, irgendwann doch mal einen der sechs ehemaligen Zeppenfelder Gruben zu öffnen und damit ein Zeitzeugnis der dörflichen Geschichte der Bevölkerung sichtbar zu machen. Erst nach langjähriger Suche fand der Heimatverein in Hans Wiese einen Projektleiter, von mir Häuptling genannt. Hans brachte nicht nur seine langjähriges und in vielfältiger Weise gelebtes ehrenamtliches Engagement ein, sondern zugleich auch eine tatkräftige Truppe vom "Rassberg ruft" mit.

Doch damit nicht genug, er engagierte Marcel Immel und Joel Heinrichs vom Heimatverein Salchendorf, die aufgrund ihres eigenen Engagements bereits acht Stollen geöffnet haben und darüber hinaus das Salchendorfer Besucherbergwerk und die Schmiede betreuen. Sie wussten auf die notwendigen behördlichen Schritte hinzuweisen. Nachdem die Waldgenossenschaft, das Bergbauamt und die untere Landschaftsbehörde zugestimmt hatten, stand der Wiederöffnung des Stollens nichts mehr im Wege. Die Salchendorfer Heimatfreunde, unser Projektleiter Hans sowie Dieter, den besondere Kindheitserinnerungen mit dem Stollen verbinden, und Amin, ein Neubürger und anerkannter syrischer Flüchtling, waren die Ersten, die nach Jahrzehnte langer Dunkelheit wieder Licht in den Stollen brachten. Dabei drehte Joel mit der Helmkamera einen Videofilm und Marcel fertigte zahlreiche informative Fotos. Nach weiteren Erkundungsgängen und Aufarbeitung der wenigen vorhandenen geschichtlichen Notizen kann man sich heute per Schautafel und per Video über die Grube Tannenwald bildlich näher informieren. Entsprechend seiner Lage auf halber Höhe zwischen dem Rassberg und dem Hellertal sind es zwei Mannschaften gewesen, die gemeinsam das Projekt umsetzten. Nämlich - wie schon beschrieben - eine Truppe oben vom und hinterm Rassberg und eine weitere aus dem Tal. Der Stollenmund wurde frei gelegt, zwei Bäume mussten weichen, der Eingangsbereich wurde modelliert und das Wasserbecken, aus dem in der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert der Brunnen am Denkmal gespeist wurde, wurde wieder sichtbar gemacht. Ein Absperrgitter wurde entworfen, gefertigt, angepasst, verzinkt und abschließend eingebaut. Mit einer Sitzbank wurde die Anlage abgerundet, die weitgehend den Zustand zeigen soll, wie es hier wohl im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert ausgesehen hat.

Die ehemalige Grube Tannenwald hat ihre Anfänge im Mittelalter. In dieser Zeit wurde das Erz in den heute noch oberhalb sichtbaren Löchern, den sogenannten Pingen, abgebaut. Irgendwann hat man dann begonnen, den hiesigen Stollen zu graben. Genauere Aufzeichnungen liegen nicht vor. In der einschlägigen Literatur ist lediglich 1831 und 1848 jeweils ein Antrag auf Mutung zu finden. Mutung ist ein Antrag bei der zuständigen Bergbaubehörde auf Erlaubnis zum Abbau von Erzen. Hier war es Blei, Kupfer, Eisenerz und Zink. Die abgebauten Mengen sind ebenso wenig bekannt wie das Ende des Abbaus. Im zweiten Weltkrieg wurde der Stollen von der Bevölkerung zum Luftschutz genutzt und von zahlreichen Heranwachsenden zur Mutprobe. Wohl deshalb fand sich in einem Gang, in Dieters Wohnzimmer, eine lederne Schultasche. Irgendwann wurde der Eingang zugeschüttet, um Jahrzehnte später, nämlich 2017, wieder geöffnet zu werden.

Zukünftig soll der Stollen Fledermäusen und Amphibien eine Herberge geben und ein sichtbares Zeitzeugnis der einst sechs in Zeppenfeld betrieben Gruben sein.

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Der Umweltberater der Gemeinde Neunkirchen, Matthias Jung, hatte u.a. auch den Heimatverein gebeten, bei der Beseitigung von Springkraut entlang der Heller teilzunehmen. Acht HeimatfreundInnen rissen gut drei Stunden lang rund um die Ortsmitte in Zeppenfeld entlang der Heller das Unkraut raus. Es kamen drei volle Treckeranhänger zusammen, die in einem von der Gemeinde bereitgestellten Container entsorgt wurden. Zum Abschluß wurde den Akteuren im Heimatstübchen ein Imbiss zur Stärkung gereicht. Die Aktion war jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn es wächst noch viel viel viel Springkraut entlang der Heller.

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Zum wiederholten Mal waren sechs Akteure im Einsatz, um entlang der Heller Springkraut zu entfernen. Über drei Stunden wurden gerissen, was das Ufer hergab. Zwei volle Anhänger kamen zusammen, die in einem Container, den die Gemeindeverwaltung als Initiator dieser Aktion zur Verfügung gestellt hatte, entsorgt wurden. Nach dieser schweißtreibenden Aktion gab es noch eine Stärkung. Bleibt zu hoffen, dass die insgesamt 42 Arbeitsstunden einen nachhaltige Wirkung in Zeppenfeld bewirkt haben.


Was sonst noch getan wurde:

 

Unsere Hausseite wurde zuletzt aktualisiert am:

22. Juli

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